Öffentliche Führung Iryna Vorona. Im Angesicht des Krieges
Zwischen Angst und Hoffnung, Verlust und Zusammenhalt, Momenten des Abschieds und des Wiedersehens finden die Werke der ukrainischen Künstlerin Iryna Vorona (*1987) eindrückliche Bilder für die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Zivilbevölkerung von Kyjiw. Ihre Kohlezeichnungen nehmen vor allem Kinder, Frauen und ältere Menschen in den Blick – jene, die den Schrecken des Krieges oft am unmittelbarsten ausgeliefert sind. Die Werke werden so zu einem bewegenden visuellen Tagebuch, das nicht nur die Grausamkeit des Krieges zeigt, sondern auch den unerschütterlichen Überlebenswillen und die tiefe Menschlichkeit der Porträtierten. Mit feinen Linien und expressivem Strich hält Iryna Vorona sowohl individuelle Schicksale als auch kollektive Erfahrungen fest. Ihre Arbeiten sind zugleich künstlerische Dokumente und ein Mahnmal gegen das Vergessen.